Die Landschaften

Amir Modabberi, dessen erste Landschaftsbilder auf Fotographien zurückgingen, beschloß irgendwann, an die Orte zu reisen, deren unverwechselbares und ursprüngliches Erscheinungsbild noch nicht dargestellt wurden. So beispielsweise 1983 im Norden des Irans, wo er sich in die reiche unberührte Natur von Arasbaran einfühlte. Fortan schöpfte er die Kraft seiner Landschaftsmalerei aus seinem metaphysischen Verhältnis zur Natur:

„Wo immer ich inmitten der Natur male, liebe ich es,
der einzigartigen Kraft der Schöpfung nahe zu kommen.“ .

Nordiran

60 x 80 cm, Öl auf Leinwand

 

 

 

Oberer Heyran

Öl auf russischer Baumwolle, 100 x 120 cm (2012)

 

Seine spirituelle Verbindung mit der Schöpfung aufrecht zu erhalten auf seinen einsamen Wegen in Wald und Flur, erlauben ihm, den Unwägbarkeiten des Lebens entgegen zu treten, um den Kampf ums Überleben aufzunehmen. So ist er seinem Schöpfer dankbar für diese Momente des Malens im Einklang mit der Natur.

See bei Kalardasht

60 x 90 cm, Öl auf Leinwand (1994)

 

Seit dem Beginn des Malens in freier Natur fängt Amir Rezan schwere Farben nach dem Regen oder vor dem Regen ein. So zum Beispiel zeigt er die alte Architektur, die Steinbrücke von Chalus und das Leben der Menschen in dieser Stadt eingetaucht in eine Aura von Nässe. Im Freien zu arbeiten setzt bei ihm ein starkes, intensives Gefühl frei, den Trieb, seinen Geist in das Herz der Natur eindringen zu lassen, während er die Leinwand  bearbeitet. Oft muß er erst durch viele Orte reisen, bevor plötzlich im Vorüberziehen eine romantische Atmosphäre, die Stimmung von Hügeln und die Farben der fernen Phänomene seine Aufmerksamkeit erregt.

Brücke bei Chalous

30 x 40cm, Öl auf Leinwand

 

Das Leben erfüllt sich in den Ebenen dank einer menschlichen Atmosphäre, die die  Nomaden in das Herz der Natur tragen. Die volle Kraft und der schwere Duft des einfachen bäurischen Lebens beim Dreschen des Weizens und der Imker bei der Gewinnung von Honig aus den Bienenstöcken erregten seine Sinne und berührten tief sein Herz.

 

im ensemble:

Moghan-Ebene

50 x 70 cm, Öl auf Leinwand (2001)

 

 

50 x 70 cm, Öl auf Leinwand (2002)

 

Stiller Strand

50 x 70 cm, Öl auf Leinwand (2003)

 

Ardabil-Ebene

50 x 70 cm, Öl auf Leinwand (2003)

 

Ganz besonders erweckt seinen Schaffensdrang die absolute Stille der winterlichen Landschaft. In ihr beschränkt er das Versuchshafte auf ein Minimum, um wegen der Kälte, die in dieser Region herrscht, seine Werke im Atelier fertig zu stellen. Hier erst entwickelt er den Ausdruck von Härte und Schwere der Farben am Himmel und bei der Komposition des fernen Raums. Aber auch in der Erscheinung der Natur an einem schönen Herbsttag nahe Aserbajdschan, zeigt er den Beginn des Regens und die Stille der schönen Ebene mit den trockenen Büschen als Vorboten des Winters an.

 

 

 

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